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„Was bringt die Europawahl für den Schienenverkehr?“

Europapolitiker diskutieren über Verkehrspolitik

„Was bringt die Europawahl für den Schienenverkehr?“

Foto: Allianz pro Schiene

Am 23.3. diskutierten Europapolitiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken auf Einladung der Allianz pro Schiene, was die Europawahl für den Schienenverkehr „bringt". Das Top-Thema dabei: Die Pläne der EU-Kommission, dem Schienengüterverkehr auf bestimmten Korridoren Vorfahrt vor Personenzügen einzuräumen. (auf dem Foto von links: Ulrich Stockmann, SPD; Michael Cramer, Grüne; Dirk Flege, Allianz pro Schiene und Moderator, Joachim Zeller, CDU; Wilfried Telkämper, Linke)

 
Foto: Allianz pro Schiene

Die anwesenden Politiker aller im EU-Parlament vertretenden deutschen Parteien - nur die FDP hatte kurzfristig abgesagt - waren sich gemeinsam mit der Allianz pro Schiene darüber einig, dass der europäische Güterverkehr auf der Schiene gefördert und die Gesamtkapazität des Schienennetzes ausgebaut werden müsse, statt den Kapazitätsmangel mithilfe der geplanten Vorrangordnung für Güterzüge nur zu verwalten. Sämtliche EU-Politiker sprachen sich gegen eine dogmatische Vorfahrt des Güterverkehrs auf Kosten des Personenverkehrs aus.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Europaparlamentarier Ulrich Stockmann von der SPD (links) sympathisierte auf der Allianz pro Schiene-Veranstaltung zwar mit dem EU-Vorschlag, ein Vorrangsprinzip auf grenzüberschreitenden Strecken einzurichten, sprach sich aber gegen „starre Vorrangsregelungen" aus: „Wir brauchen mehr Fantasie." So könne man etwa Trassen in weniger vertaktete Regionen verlegen. Michael Cramer von den Grünen hielt das Vorrangnetz für „unrealistisch" und warb dafür, bestehende Schwachstellen in der Infrastruktur zu analysieren und zu beheben. Beide Politiker sind Mitglied im Verkehrsausschuss des Europaparlaments.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Joachim Zeller, Europakandidat der CDU (im Bild links), machte sich für den Ausbau der Infrastruktur „sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr" stark. Wilfried Telkämper, Europakandidat der Linken, sprach sich grundsätzlich für Korridore für den europäischen Fernverkehr aus, die aber nicht zu Lasten des Personenverkehrs gehen dürften.
Aus Allianz pro Schiene-Sicht äußerst erfreulich: Alle Politiker auf dem Podium lehnten außerdem die auf EU-Ebene diskutierte Einführung von Riesen-Lkw klar ab.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Über 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien waren der Einladung der Allianz pro Schiene in den Leibniz-Saal der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Mitte gefolgt - trotz der frühen Morgenstunde.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Das Veranstaltungsdesign sah viel Raum für Fragen aus dem Publikum vor.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Im Anschluss an die Podiumsveranstaltung diskutierten die Gäste in kleiner Runde weiter.