Bahnbranche fordert Neuausrichtung der Verkehrspolitik
"Stärker als bisher müssen in der Bundespolitik die arbeitsmarktpolitischen Chancen und die Energieeffizienzvorteile des Schienenverkehrs berücksichtigt werden," verlangte der Allianz pro Schiene-Vorsitzende Norbert Hansen. "Wer vor dem Hintergrund der steigenden Benzin- und Dieselpreise die Abhängigkeit vom Öl verringern will, kommt an einer pro-Schiene-Politik nicht vorbei", so Hansen weiter.
Der stellvertretende Allianz pro Schiene-Vorsitzende Peter Witt verwies auf die weltweite Renaissance der Schiene, bei der Deutschland nicht den Anschluss verlieren dürfe. Viele europäische Länder, aber auch die USA und China haben die Bedeutung der Schiene längst erkannt. "Industriepolitisch muss die Schiene einen deutlich höheren Stellenwert bekommen. Schließlich ist die Schienenverkehrstechnik eine der wenigen Branchen, in denen Deutschland noch führend ist", so Witt.
Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Adolf Müller-Hellmann, nannte das voraussichtliche Güterverkehrswachstum von 50 Prozent in den nächsten zehn Jahren eine der wesentlichen Herausforderungen der Verkehrspolitik. Priorität müsse in den kommenden Jahren dem bestehenden Schienennetz und dem Ausbau der so genannten Schienenverkehrsknoten eingeräumt werden.