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nachhaltigste Verkehrsmittel

Nachhaltige Mobilität

Bahn ist das nachhaltigste Verkehrsmittel

Foto: Allianz pro Schiene

Allianz Pro Schiene-Vorstandsmitglied Jochen Flasbarth, der auch Mitglied des Nachhaltigkeitsrates der Bundesregierung ist

Die Bahn ist das "mit Abstand nachhaltigste motorisierte Verkehrsmittel". Dies war eines der wesentlichen Ergebnisse der Allianz pro Schiene-Veranstaltung "Nachhaltige Mobilität" am 23. April 2002 in Berlin. Den "Systemvorteil im Bereich des Klimaschutzes" illustrierte Allianz Pro Schiene-Vorstandsmitglied Jochen Flasbarth mit drei Zahlen: 4,5 Prozent der verkehrsbedingten CO2-Emissionen werden von den Bahnen verursacht, gleichzeitig aber werden 9 Prozent der Personenverkehrsleistung und 16 Prozent des Güterverkehrs erbracht.

Auch in den Nachhaltigkeitsindikatoren "Flächeninanspruchnahme", Luftqualität", Gesundheit" und "Beschäftigung" schneidet der Schienenverkehr "im Vergleich zur Straße oder zum Luftverkehr sehr gut ab", betonte der Vorsitzende des Schienenbündnisses, Norbert Hansen, während seiner Begrüßungsrede. Grund zur Selbstzufriedenheit sei dennoch nicht angebracht, waren sich Hansen und Flasbarth einig. "Die Bahn muss zusehen, dass sie diesen Vorteil, den sie hat, hält und nach Möglichkeit auch weiter ausbaut", mahnte Flasbarth, der ebenfalls Mitlied des Nachhaltigkeitsrates der Bundesregierung ist.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Waren sich einig, die Bahn ist das nachhaltigste motorisierte Verkehrsmittel: Bahnchef Hartmut Mehdorn und Umweltminister Jürgen Trittin während der Allianz Pro Schiene-Veranstaltung "Nachhaltige Mobilität"

Bahnchef Hartmut Mehdorn: Neue Fahrzeuge senken Energieverbrauch

Waren sich einig, die Bahn ist das nachhaltigste motorisierte Verkehrsmittel: Bahnchef Hartmut Mehdorn und Umweltminister Jürgen Trittin während der Allianz Pro Schiene-Veranstaltung Nachhaltige Mobilität

Bahnchef Hartmut Mehdorn versicherte den 130 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien: "Wir wollen unseren Umweltvorteil halten". Neue Fahrzeuge würden in den nächsten Jahren den Energieverbrauch erheblich senken. Die von Bundesregierung und Deutsche Bahn angestrebte Verdoppelung des Güterverkehrs auf der Schiene und eine Steigerung der Verkehrsleistung im Personenverkehr um ein Drittel bis zum Jahr 2015 erspare der Atmosphäre rund 10 Millionen Tonnen des Klimagiftes CO2.

 
Foto: Allianz pro Schiene

Machte "spezifische Lärmvorteile", aber auch "Verbesserungs- bedarf bei der Bahn" aus: Umweltminister Jürgen Trittin.

Umweltminister Jürgen Trittin: Bahn hat "spezifischen Lärmvorteil"

Umweltminister Jürgen Trittin wies in seiner Rede beim Thema Lärm auf den "Verbesserungsbedarf auch bei der Bahn" hin.
Allerdings habe die Bahn einen "spezifischen Vorteil": "Die gleiche Dezibelzahl von einer Autobahn oder einem Flugzeug wird als viel störender empfunden als von einer Bahnstrecke her".

 
Foto: Allianz pro Schiene

Politische Rahmenbedingungen für den Schienenverkehr verbessern

Einig waren sich alle Redner, dass die politischen Rahmenbedingungen für den Schienenverkehr verbessert werden müssen. Umweltminister Jürgen Trittin griff als erstes Mitglied der Bundesregierung die Forderung von Allianz Pro Schiene-Vorstandsmitglied Jochen Flasbarth auf, die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets zu halbieren. Das würde die Bundesregierung "zwar zwischen 250 und 300 Millionen Euro Einnahmeverlust bescheren", sei aber "nichts desto trotz ein sinnvoller Ansatz", so der Bundesumweltminister. Für die Fahrgäste würden längere Zugreisen dann mit einem Schlag "rund zehn Prozent preiswerter", rechnete Flasbarth vor.