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Umweltvorteil der Bahn wächst

Datenbank "Umwelt & Verkehr" liefert die Umweltdaten aller Verkehrsträger

Der Umweltvorteil der Bahn wächst

Güterzug mit Containern

Die Autoindustrie füttert die öffentliche Wahrnehmung mit immer neuen grünen Parolen. Zwar gilt die Schiene allgemein als klimafreundlich, aber den Umweltfortschritt hat scheinbar das Auto gepachtet. Gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Eisenbahn auf ihrem Umweltvorteil ausruht? Oder hat sie in den letzten 15 Jahren wichtige Schritte nach vorne geschafft?

 

Umweltfortschritt: Bahn liegt weit vor Pkw und Lkw...

Umweltverträglicher Verkehr ist in aller Munde. Mit Hilfe ihrer Datenbank „Umwelt & Verkehr“ zeigt die Allianz pro Schiene, dass die Bahn ihren Umweltvorteil gegenüber anderen Verkehrsträgern im Zeitraum von 1995 bis 2008 gehalten und zum Teil sogar beträchtlich ausgebaut hat. In wesentlichen Umweltparametern liegen die Bahnen weit vor Pkw und Lkw. Aber auch in der Entwicklungslinie hat sie sich deutlich schneller verbessert als der Straßenverkehr. Mit rund 24 Prozent Minderung im spezifischen Energieverbrauch von 1995 bis 2008 rangiert der Reisezug klar vor dem Pkw.

Auch beim CO2-Ausstoß mit 25 Prozent Minderung legt die Schiene ein höheres Verbesserungstempo vor. In beiden Schlüsselkategorien haben die Bahnen pro Personenkilometer schneller Fortschritte gemacht und ihren Anfangsvorsprung sogar noch vergrößert. Die Allianz pro Schiene warnt die Politik deshalb davor, Steuermilliarden einseitig in die Elektromobilität auf der Straße zu stecken - das wäre so, als ob die Schulpolitik sich nur um die Förderung von Sonderschülern bemüht, während sie die Klassenbesten links liegen lässt.
 

... dank des Innovationstempos der Bahnindustrie

Die Umweltfortschritte im Schienenverkehr verdanken sich dem Innovationstempo der Bahnindustrie, die seit dem Ende der 90er Jahre intensiv in neue und umweltfreundliche Züge und Lokomotiven investiert hat. Republikweit fahren innovative Nahverkehrszüge, deren Umweltbilanz sich sehen lassen kann: So verbraucht ein moderner Elektro-Triebzug zwischen 30 bis 40 Prozent weniger Energie als ein Vorgängermodell. Die Allianz pro Schiene forderte die Bundesregierung auf, das Innovationspotenzial der Schiene stärker zu stimulieren als bisher, beispielsweise durch die Einführung einer Umweltprämie für den Austausch von Diesellokomotiven, die älter als 30 Jahre und noch nicht remotorisiert sind. Immerhin ein Fünftel der Gesamtflotte könnte davon profitieren.
 

... dank der steigenden Fahrgastzahlen

Ein weiterer Grund für den Umweltfortschritt von Bus und Bahn liegt in den gestiegenen Fahrgastzahlen und der besseren Auslastung des öffentlichen Verkehrs. Täglich nutzen über 28 Millionen Fahrgäste die Angebote des ÖPNV in Deutschland. Das sind jährlich gut zehn Milliarden Fahrgäste, die der Gesellschaft täglich 18 Millionen Autofahrten ersparen. Deshalb sind die Regionalisierungsmittel gut angelegtes Steuergeld, an der die Politik auch in Zeiten knapper Kassen festhalten sollte.
 
Die Allianz pro Schiene forderte die Bundesregierung auf, mindestens die Hälfte der kürzlich in Aussicht gestellten zusätzlichen zwei Milliarden Euro für die Förderung der Elektromobilität in den öffentlichen Verkehr zu investieren.