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Schadstoffe

Schadstoffe

Saubere Bahnen

© Peperoni Werbe- und PR-Agentur

Erscheint der Klimawandel Vielen immer noch fern und abstrakt, so sind die Wirkungen vieler Schadstoffe für die Menschen seit Jahrzehnten deutlich sichtbar und buchstäblich „am eigenen Leib“ spürbar. Saurer Regen und Waldsterben, Atemwegserkrankungen und Allergien, aber auch von Säuren zerfressene historische Gebäude versinnbildlichen geradezu die Umweltzerstörung. Eine ganze Reihe von chemischen Verbindungen ist dafür verantwortlich, die bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern entstehen: Stickoxide (NOx), Staub und Ruß-Partikel, Ozonvorläufersubstanzen sowie Schwefeldioxid (SO2) sind die wichtigsten davon.

Im Verkehr konnte der Ausstoß dieser Luftschadstoffe in den letzten Jahren deutlich reduziert werden. Strengere Abgasgesetze, aber auch millionenschwere staatliche Fördermaßnahmen in Gestalt von Steuererleichterungen haben dazu geführt, dass beim Straßenverkehr die Emissionen der meisten Schadstoffe zurückgegangen sind. Ebenso hat der Schienenverkehr seine Emissionen drastisch vermindert. Bei der Dieseltraktion haben neue Fahrzeuge bzw. neue Motoren in älteren Fahrzeugen zu einer wesentlich günstigeren Schadstoffbilanz geführt. Der größte Teil des Verkehrs auf der Schiene wird heute überdies mit elektrischen Fahrzeugen abgewickelt. Verbesserungen in der Kraftwerkstechnik und energieeffizientere Fahrzeuge haben die indirekten, also bei der Stromproduktion entstehenden Emissionen dieser ohnehin schon schadstoffarmen Antriebsart in den letzten Jahren nochmals reduziert.

Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Immer noch führt Luftverschmutzung zu massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen und verkürzter Lebenserwartung, so das Ergebnis des EU-Forschungsprojektes CAFE aus dem Jahr 2005. Dabei spielt der Verkehr, vor allem der Straßenverkehr, eine zentrale Rolle. Speziell in den städtischen Ballungsgebieten wirkt sich dabei besonders erschwerend aus, dass Autos ihre Schadstoffe in unmittelbarer Nähe der Menschen abgeben. An verkehrsreichen Straßen ist die Belastung für die Anwohner oft inakzeptabel hoch: Die Grenzwerte für Feinstaub, Stickoxide oder Ozon werden regelmäßig und zum Teil deutlich überschritten.

 

Saubere Bahnen

Ein Blick auf die Grafiken genügt: Der Zug ist um ein Vielfaches sauberer als Auto, LKW, Flugzeug und Schiff. Im Personenverkehr produzieren die anderen Verkehrsmittel bei gleicher Verkehrsleistung bis zu viermal mehr gesundheitsgefährdende Schadstoffe als die Bahnen, im Güterverkehr sogar bis zu 19-mal mehr.

 

Stickoxid-Emissionen im Personenverkehr 2006
NOx in g/Pkm

 

Quelle: Institut für Energie- und Umweltforschung, Datenbank Umwelt & Verkehr, 2008

 

Stickoxid-Emissionen im Güterverkehr 2006
NOx in g/tkm

 

Quelle: Institut für Energie- und Umweltforschung, Datenbank Umwelt & Verkehr, 2008

 

Partikel-Emissionen im Personenverkehr 2006
Partikel (PM 2,5) aus Verbrennung in g/Pkm

 

Quelle: Institut für Energie- und Umweltforschung, Datenbank Umwelt & Verkehr, 2008

 

Partikel-Emissionen im Güterverkehr 2006
Partikel (PM 2,5) aus Verbrennung in g/tkm

 

Quelle: Institut für Energie- und Umweltforschung, Datenbank Umwelt & Verkehr, 2008

 
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Mehr zum Umweltvergleich der Verkehrsträger:

 
 

 

Stoffe, die uns schaden

Stickoxide (NOx) sind für die Versauerung des Bodens und damit u.a. für das Waldsterben verantwortlich. Sie tragen zur einseitigen Überdüngung von Böden und Gewässern bei. Auch bei der Entstehung von Ozon, das die Atemwege angreift, wirken Stickoxide mit. In Form von Stickstoffdioxid (NO2) schädigen sie das Immunsystem und sorgen vor allem bei Kindern für die Entstehung von Allergien.

Rußpartikel entstehen hauptsächlich bei der Verbrennung im Dieselmotor, aber auch in Flugzeugtriebwerken. Ebenso wie andere Feinstaub-Partikel dringen sie beim Einatmen tief in die Lunge und wirken krebserzeugend.