Hauptnavigation


 

Pfadnavigation

Sie sind hier:
  1. Startseite
  2. | Umwelt
  3. | CO2-Emissionen

CO2-Emissionen

Treibhausgas-Emissionen

CO2-Sparer Bahn

© Peperoni Werbe- und PR-Agentur

Der Klimawandel ist eines der bedrohlichsten Umweltprobleme der Menschheit. Der so genannte Treibhauseffekt führt dazu, dass sich das Weltklima aufheizt. Die Durchschnittstemperaturen sind weltweit angestiegen, und diese Entwicklung hält an. Inzwischen steht fest: Der Temperaturanstieg ist auf die verstärkte Freisetzung von Treibhausgasen infolge menschlichen Handelns zurückzuführen. Die Folgen der Erwärmung sind dramatisch: Klimazonen verschieben sich, die Meeresspiegel steigen an, Wüstengebiete breiten sich aus. Lebens- und Wirtschaftsräume in der ganzen Welt sind davon in ihrer Existenz bedroht. Auch in Deutschland hat die Klimaveränderung schon heute erste negative Folgen, z.B. für die Landwirtschaft oder den Winter-Tourismus.

Für den weltweiten Klimawandel ist insbesondere das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) verantwortlich, das bei der Verbrennung fossiler Energieträger, z.B. Öl oder Kohle, entsteht. Der Verkehr gehört zu den zentralen CO2-Verursachern – mit steigender Tendenz. Mittlerweile werden in Deutschland rund ein Viertel aller CO2-Emissionen direkt und indirekt vom Verkehr produziert.

Klimasorgenkind Verkehr

Für Erleichterung in der Öffentlichkeit sorgten in jüngster Zeit Meldungen, denen zufolge der CO2-Ausstoß des Verkehrs in Deutschland seit dem Jahr 2000 rückläufig sei – trotz Verkehrswachstums. Doch die positiven Zahlen täuschen. Die CO2-Bilanz des Verkehrs in Deutschland wird nach den Regeln des Kyoto-Protokolls aufgestellt. Diese blenden aber die CO2-Emissionen des internationalen Luft- und Seeverkehrs völlig aus. Beim Landverkehr gehen zudem nur die Kraftstoffmengen in die CO2-Bilanz ein, die in Deutschland verkauft werden. Es werden also weder der stark wachsende Transitverkehr noch der weit verbreitete Tanktourismus berücksichtigt.

Betrachtet man die Zahlen im europäischen Zusammenhang, wird deutlich, dass der CO2-Ausstoß des Verkehrs nach wie vor ansteigt. Das prognostizierte Verkehrswachstum, vor allem im Luftverkehr und im Güterverkehr, wird die Situation weiter verschärfen – wenn es nicht bald gelingt, größere Teile des Verkehrs mit klimafreundlicheren Verkehrsmitteln zu bewältigen.

 

Treibhausgas Emissionen nach Sektoren (EU 27)
Entwicklung von 1990 bis 2009 in %, 1990 = 100

 

Quelle: Allianz pro Schiene, Juni 2011. Berechnungen auf Basis von Zahlen der Europäischen Umweltagentur (EEA). Verkehr inklusive internationalem See-und Flugverkehr.

 

CO2-Sparer Bahn

Sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr gilt: Die Bahnen sind bei gleicher Leistung um ein Vielfaches klimafreundlicher als ihre Konkurrenten auf der Straße oder in der Luft. Aus diesem Grund zählt der Weltklimarat die „Verlagerung vom Straßenverkehr auf die Schiene und öffentliche Verkehrssysteme“ zu den wichtigsten aktuell verfügbaren „Schlüsseltechnologien und -praktiken zur Emissionsminderung“.

Im Personenverkehr produziert der PKW pro Personenkilometer 2,1-mal mehr Treibhausgas als die Bahnen. Betrachtet man nur den Fernverkehr, so schneidet das Auto sogar mehr als dreimal schlechter ab als der Zug.

Noch schlechter ist die Klimabilanz des Flugzeugs: Nach Angaben des Weltklimarats ist die Klimawirkung des Luftverkehrs zwei- bis viermal schädlicher, als die reinen CO2-Werte es anzeigen. Denn beim Luftverkehr verstärken die Emissionen in großer Höhe und die bekannten Kondensstreifen den Treibhauseffekt.

Im Güterverkehr schneiden die Bahnen sogar mehr als 4-mal besser ab als der LKW und liegen wiederum – noch vor dem Binnenschiff – als CO2-Sparer auf Platz eins.

 

CO2-Emissionen im Personenverkehr 2006
CO2 in g/Pkm

 

Quelle: Institut für Energie- und Umweltforschung, Datenbank Umwelt & Verkehr, 2008

 

CO2-Emissionen im Güterverkehr 2006
CO2 in g/tkm

 

Quelle: Institut für Energie- und Umweltforschung, Datenbank Umwelt & Verkehr, 2008

 
Info Symbol


Mehr zum Umweltvergleich der Verkehrsträger:

 
 

 

Klimaschutz: Kyoto, Bali, Deutschland

1997 hat die Staatengemeinschaft auf der UN-Klimakonferenz in Kyoto erstmals konkrete und rechtlich bindende Mengen zur Reduktion der Treibhausgase festgelegt. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für ein Nachfolgeabkommen. Auftakt war im Dezember 2007 der UN-Klimagipfel in Bali.