Deutsches Rotes Kreuz begrüßt den Sicherheitsvergleich Bahn - PKW
Clemens Graf v. Waldburg-Zeil Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes
Das Deutsche Rote Kreuz ist der größte Rettungsdienstbetreiber in Deutschland. Unsere zahlreichen Rettungswagen gehören meist zu den ersten Helfern am Unfallort und bieten professionelle Hilfe. Deswegen kennen wir das tägliche Leid durch Verkehrsunfälle ganz besonders und unterstützen zahlreiche Aktionen für mehr Verkehrssicherheit. Dies beginnt mit der Ausbildung der Bevölkerung in der Ersten Hilfe und endet mit der professionellen Notfallrettung.
Erfreulicher Weise ist die Zahl der Verkehrstoten seit den 70er Jahren in Deutschland um weit mehr als die Hälfte gesunken. Daran hat auch das DRK einen wichtigen Anteil. Dank entsprechender Hilfsfristen sind unsere Rettungskräfte schneller am Unfallort und besitzen eine technische Ausrüstung, die auf dem neusten Stand der Technik ist. So können viele Leben gerettet werden.
Trotzdem ist die Zahl der Verkehrstoten nach wie vor unannehmbar hoch. Besonders gefährdet sind die Teilnehmer des Straßenverkehrs. Erfreulich sicher ist der öffentliche Verkehr, insbesondere die Bahn als das sicherste motorisierte Verkehrsmittel. Dieser Vorteil wird vom Verbraucher bislang nur wenig beachtet. Ein wichtiger Grund dürfte die unzureichende Informationslage sein. Genaue Daten zur Verkehrssicherheit der einzelnen Verkehrsträger sind für den Verbraucher nur schwer zu bekommen und eine Publikation, die einen einfachen, verkehrsträgerübergreifenden Überblick bietet, suchte man in Deutschland bislang vergeblich. Dabei gehört die Kenntnis, wie sicher oder unsicher ein Verkehrsmittel pro zurückgelegtem Kilometer ist, zu den unabdingbaren Voraussetzungen einer mündigen und selbst bestimmten Verkehrsmittelwahl.
Ich begrüße daher die nun vorliegende Broschüre der Allianz pro Schiene als wichtigen Schritt zur Stärkung der Verbraucherinformation und somit als aktiven Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Clemens Graf v. Waldburg-Zeil
Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes