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Verkehrspolitik braucht keine Scheinlösungen

Verkehrspolitische Forderungen an den Bund

Verkehrspolitik braucht keine Scheinlösungen

Ein Gigaliner blockiert eine Kreuzung in Stuttgart.

Problem 10: Die EU-Kommission erwägt die europaweite Zulassung von überlangen und überschweren Lkw, so genannten Megatrucks. Das Scheinargument der Befürworter: Dies sei ein Beitrag zum Umweltschutz, da man aus drei Lkw zwei machen könne. Tatsächlich würde die Zulassung derartiger Riesen-LKW jedoch zu einer massiven Verkehrsverlagerung von der umweltfreundlichen Schiene auf die Straße führen und noch mehr Lkw-Verkehr generieren.

Allianz pro Schiene-Forderung: Die Bundesregierung muss auf EU-Ebene dafür sorgen, dass die heute geltenden Höchstmaße und –gewichte für Lkw nicht angehoben werden.

 

Problem 11: Die EU-Kommission will auf drei durch Deutschland führenden Korridoren, die vom Personen- und Güterverkehr benutzt werden, Güterzügen Vorfahrt vor Personenzügen einräumen. Das Ziel, den Schienengüterverkehr zu erleichtern, ist lobenswert, der konkrete Lösungsvorschlag jedoch kontraproduktiv. Anstatt Engpässe real zu beseitigen, sollen neue Bürokratien den Mangel lediglich verwalten.

Allianz pro Schiene-Forderung: Die Bundesregierung muss im EU-Verkehrsministerrat dafür sorgen, dass Maßnahmen zugunsten des Schienengüterverkehrs nicht zu Lasten des Schienenpersonenverkehrs gehen, sondern Engpässe durch investive und betriebliche Maßnahmen gelöst werden. Auch dürfen keine zusätzlichen bürokratischen Hemmnisse entstehen.