Verkehrspolitische Forderungen an den Bund
Problem 6: Der Bund investiert zu wenig Geld in die Schieneninfrastruktur. Die Schieneninfrastruktur ist die einzige Verkehrsinfrastruktur in Deutschland, die schrumpft.
Allianz pro Schiene-Forderung: Der Bund muss jährlich 5 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur investieren:
Problem 7: Die Bundesmittel für Investitionen in die Schieneninfrastruktur sind von Jahr zu Jahr stark schwankend. Nicht selten kommt es zu Abweichungen von bis zu 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies nötigt Bahnbaufirmen zum sprunghaften Ab- und Aufbau von Kapazitäten und führt zu einem ineffizienten Einsatz von Steuergeldern.
Allianz pro Schiene-Forderung: Der Bund muss seine Investitionen in die Schieneninfrastruktur auf dem Niveau von 5 Milliarden Euro pro Jahr verstetigen.
Problem 8: Der Bund hat die für den Schienenpersonennahverkehr zur Verfügung stehenden Regionalisierungsmittel mit dem Haushaltsbegleitgesetz 2006 um insgesamt 2,8 Milliarden Euro gekürzt. Auf der Basis des drastisch gesunkenen Niveaus steigen die Regionalisierungsmittel seit 2009 wieder jährlich um 1,5 Prozent (Laufzeit bis 2014). In etlichen Bundesländern ist aufgrund der Milliardenkürzung das Angebot im Nahverkehr ausgedünnt worden; dringend notwendige Angebotsausweitungen mussten auf die lange Bank geschoben werden.
Allianz pro Schiene-Forderung: Der Bund muss die jährliche Dynamisierung der Regionalisierungsmittel beginnend mit dem Jahr 2010 auf 2,5 Prozent erhöhen und bis 2019 festschreiben.
Problem 9: Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) läuft im Jahr 2019 aus. Viele Bahnhöfe, einzelne S-Bahnnetze, die Infrastruktur des Öffentlichen Personennahverkehrs insgesamt kommt ohne gesicherte Anschlussfinanzierung in eine finanzielle Schieflage.
Allianz pro Schiene-Forderung: Noch in dieser Legislaturperiode muss der Bund im Dialog mit der Branche auf der Grundlage der VDV-Studie „Finanzierungsbedarf des ÖPNV bis 2025“ die Weichen für eine einvernehmliche Folgefinanzierung stellen.